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Schwefelwasserstoff CAS 7783-06-4 ist ein farbloses, hochgiftiges, brennbares Gas mit einem charakteristischen Geruch nach faulen Eiern in geringen Konzentrationen, bei höheren Konzentrationen ermüdet der Geruchssinn jedoch schnell, was ihn zu einer unzuverlässigen Warneigenschaft macht. Obwohl Schwefelwasserstoff in erster Linie als gefährliches Gas bekannt ist, das in Erdgas, Rohöl und verschiedenen Industrieprozessen vorkommt, ist Schwefelwasserstoff selbst auch eine wertvolle Industriechemikalie und ein wertvolles Reagens. Es wird in kontrollierten Umgebungen für spezifische Anwendungen in der chemischen Synthese, Metallurgie und analytischen Chemie hergestellt und gehandhabt. Äußerste Vorsicht und spezielle Sicherheitsprotokolle sind bei allen Arbeiten mit Schwefelwasserstoff aufgrund seiner akuten Toxizität und Entflammbarkeit unbedingt erforderlich.
Grundlegende Informationen
| CAS-Nr. | 7783-06-4 |
| UN-Nr. | UN1053 (Schwefelwasserstoff) |
| Molekulare Formel | H₂S |
| Gefahrenklassifizierung | 2.3 (giftiges Gas), 2.1 (brennbares Gas) |
Schlüsselattribute und Parameter
| Reinheit | Erhältlich in verschiedenen Qualitäten, einschließlich technischer Qualität (z. B. 99,5 % mindestens) und hochreiner Qualität (z. B. 99,9 %+) für spezielle Anwendungen. Zu den Verunreinigungen können CO₂, Kohlenwasserstoffe und Wasser gehören. |
| Physischer Zustand | Bei Standardbedingungen farbloses Gas. Es kann unter Druck verflüssigt werden. |
| Geruch | Charakteristischer übler Geruch fauler Eier in geringen Konzentrationen (< 1 ppm). Olfactory fatigue occurs rapidly, posing a significant inhalation hazard. |
| Siedepunkt | -60,3 Grad (-76,5 Grad F) |
| Dichte | Schwerer als Luft (Dampfdichte ~1,19). |
| Hauptgefahren | Hochgiftig (PEL 20 ppm, IDLH 100 ppm), entzündlich (UEG 4,3 %, UEL 46 %) und in Gegenwart von Feuchtigkeit ätzend. |
Funktionen und Vorteile
Starkes Reduktionsmittel
Schwefelwasserstoff CAS 7783-06-4 ist ein starkes Reduktionsmittel, das bei verschiedenen chemischen Reduktionsreaktionen und Metallfällungsprozessen nützlich ist.
Quelle von Sulfidionen
Es dissoziiert leicht in wässrigen Lösungen und liefert Sulfidionen (S²⁻), die für die Ausfällung von Metallsulfiden entscheidend sind.
Chemischer Vorläufer
Dient als direkte Schwefelquelle für die Herstellung anderer schwefelhaltiger Chemikalien wie elementarer Schwefel, Schwefelsäure (über das Claus-Verfahren) und verschiedene anorganische Sulfide.
Hohe Reaktivität
Aufgrund seiner Reaktivität eignet es sich für gezielte, kontrollierte chemische Umwandlungen.
Funktionelle Eigenschaften
Als Gas wird Schwefelwasserstoff CAS 7783-06-4 typischerweise in Hochdruckflaschen geliefert. Seine Hauptfunktionen beruhen auf seiner Reduktionskraft und seiner Fähigkeit, Sulfidanionen bereitzustellen. In wässriger Lösung bildet es eine schwache Säure (Schwefelwasserstoffsäure). Seine Reaktivität ermöglicht es ihm, unlösliche Metallsulfide aus der Lösung auszufällen. In industriellen Prozessen reagiert es häufig mit Metallverbindungen oder dient als Ausgangsstoff. Aufgrund der extremen Gefahren erfordern Handhabungssysteme eine Inertgasspülung, Lecksuche und strenge technische Kontrollen.
Hauptanwendungsfelder
Chemische Herstellung
Wird bei der Herstellung anorganischer Sulfide (z. B. Natriumsulfid, Natriumhydrogensulfid), thioorganischer Verbindungen und als Reduktionsmittel in spezifischen organischen Synthesen verwendet.
Metallurgie und analytische Chemie
Wird in der qualitativen anorganischen Analyse (klassisches Fällungsmittel mit Kationen der Gruppe II) und in einigen Metallraffinierungs- oder Extraktionsprozessen eingesetzt.
Schwefelproduktion
Ein wichtiger Rohstoff im Claus-Prozess zur Rückgewinnung von elementarem Schwefel aus sauren Gasströmen in Ölraffinerien und Erdgasverarbeitungsanlagen.
Laborforschung
Wird als Reagenz in kontrollierten Forschungsumgebungen zur Untersuchung der Schwefelchemie und -katalyse verwendet.
Kundenkooperationsfall
Ein Hersteller von Spezialchemikalien, der hochreine Metallsulfid-Nanopulver für die Elektronik herstellt, stand bei der Verwendung wässriger Sulfidsalze vor der Herausforderung, dass die Partikelgröße und -reinheit inkonsistent war. Sie benötigten eine besser kontrollierbare und reine Quelle für Sulfidionen. Wir haben mit ihnen zusammengearbeitet, um ein sicheres, geschlossenes-Kreislaufsystem für die kontrollierte Einleitung von hoch-reinem (99,9 %) Schwefelwasserstoffgas in ihren Reaktor zu entwickeln. Unsere Lösung umfasste ein maßgeschneidertes Gasliefersystem mit Massendurchflussreglern, integrierten H₂S- und Sauerstoffmonitoren sowie einem speziellen Wäschersystem. Die präzise Zufuhr von Schwefelwasserstoff in der Gasphase ermöglichte eine bessere Kontrolle der Keimbildung und der Wachstumskinetik. Dies führte zu Metallsulfidpartikeln mit einer um 40 % engeren Größenverteilung, höherer Kristallinität und deutlich reduzierter Sauerstoffverunreinigung. Die zuverlässige Versorgung und das sichere Handhabungsprotokoll für Schwefelwasserstoff ermöglichten es dem Kunden, seine Produktion mit reproduzierbarer Qualität zu steigern und sich einen Vertrag mit einem großen Batteriekomponentenlieferanten zu sichern.
Häufig gestellte Fragen
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